Faeromas musste mit ansehen, wie viele seiner Elfenfreunde in diesem Krieg starben. Der abgetrennte Kopf von Idril rollte mit einem schmatzenden Geräusch an ihm vorbei. Seine Augen waren noch immer weit aufgerissen. Idril war Faeromas bester Freund und Gefährte. Faeromas stand kurz davor ohnmächtig zu werden. Das Letzte was er sehen sollte, war ein Bild des Grauens.

Er sah das Schlachtfeld mit all seinen Kriegern und Opfern. Die Wiesen, leuchteten saftig grün, doch jetzt waren sie von einem tiefen Dunkelrot überzogen. Das Blut der Krieger. Überall lagen die toten Körper von den Menschen und Elfen. Manchmal konnte er sogar zwischen den Leichen Köpfe ohne Rumpf oder andere Körperteile erkennen. Förmlich abgeschlachtet lagen sie da.
Langsam verschwamm das Bild des Schlachtfeldes, doch er konnte immer noch ihre Warnrufe und Angstschreie hören. Musste sein bester Freund Idril das gleiche sehen oder war er in einem glücklicheren Gedanken zu der anderen Welt hinübergeschritten? Dies war die letzte Frage, die Faeromas sich stellte. Ein letzter hörbarer Atemzug und Faeromas versank in vollkommener Besinnungslosigkeit.

Der Elf mit dem langen braunen Haar und einer kleinen Narbe an seinem rechten spitzen Ohr schlug endlich seine Augen auf. Es waren zwei Tage vergangen seit man ihn auf dem Schlachtfeld, nahe einem Weltentor, gefunden und in Sicherheit gebracht hatte.
Mawen, eine junge blonde Elfe, mit Augen so blau und so tief wie das Meer, hatte ihn gefunden und hergebracht. Hierher in die riesigen Hallen von Alveran. Dies war der naheliegendste Ort gewesen, wo sie sich sicher sein konnte, dass nicht der kleinste Hauch einer Gefahr drohte.
Mawen war die ganze zeit bei ihm geblieben. Sie hatte an seinem Lager gesessen und abgewartet bis er aufwachte. Sie hatte in den letzten zwei Tagen nur sehr wenig gegessen. An Schlaf mangelte es ihr gänzlich.

immernoch eines meiner Lieblinge …