Muse live in Paris, oder auch „Bibel reloaded“ :D

kleine Warnung vorher, ich versuche mich kurz zu halten, aber ich denke eher, dass es mir schwer fallen wird ­čÖé

Also hier kommt jetzt der exklusive Bericht zu unserer (Kati, Senta, Elu und ich) Reise nach Paris und nat├╝rlich dem hammergeilen Konzert von Muse.

Der 11.06.2010 (Freitag) begann nach nur sehr wenigem Schlaf recht hektisch um 03 Uhr. Vier M├Ądels hatten eine Stunde Zeit, um sich komplett fertig zu machen. Die Stunde verging wie im Flug. Tom┬┤s (Elus Freund) Mum wartete bereits auf uns, als wir endlich unten ankamen. Alle ins Auto geh├╝pft und los ging die ca. eine Stunde lange Fahrt nach Frankfurt zum Flughafen. 
Nicht mehr lang, und der erste Flug meines Lebens w├╝rde starten. 
Am Flughafen angekommen, war das erste nat├╝rlich erstmal Kaffee oder f├╝r Kati und Elu  auch was anderes zu Trinken. Von der Nervosit├Ąt sp├╝rte ich an sich eigentlich gar nichts, aber angesichts dessen, wie schlecht mir kurz vor dem Check-In wurde, war ich unterbewusst vermutlich ziemlich sehr nerv├Âs.
Bei vier v├Âllig m├╝den M├Ądels blieb die erste Peinlichkeit nat├╝rlich nicht lang aus. Wir sa├čen da gem├╝tlich an unserem Tisch im Flughafen und von weiter hinten kam so eine Art Putzkollonne angelaufen. Kati wollte uns auf die ganz in gr├╝n angezogenen Menschen aufmerksam machen und meinte: „Guckt mal, da sind ├ärzte!“. Nicht genug, dass wir anderen in schallendes Gel├Ąchter ausgebrochen sind, nein, denn in genau diesem Moment stand eine Frau (vermutlich vom Flughafenpersonal) an unserem Tisch um sich Milch und Zucker zu holen und bekommt nat├╝rlich mit, wie Kati das sagt und prompt f├Ąngt sie an mit uns mitzulachen. Die Frau hat sich bestimmt auch gedacht: Was f├╝r verr├╝ckte H├╝hner ­čśÇ
Meine ├ťbelkeit war verflogen, als es zum Check-In ging, daf├╝r sp├╝rte ich um so deutlicher meine Aufregung. Und weil das ja noch nicht genug war, f├Ąngt das Ding ausgerechnet bei mir an zu piepsen. Schuld waren Rei├čverschl├╝sse und Verzierungen an meinen Hosentaschen. Ich bin dadurch nat├╝rlich noch nerv├Âser geworden.
Im Flugzeug angekommen, (ich hatte einen tollen Fensterplatz), hat Elu erstmal Reisekaugummis verteilt und ich denke, dass die mich auch ein wenig beruhigt hatten. Vor dem Start hatte ich am meisten Angst, da viele zu mir gesagt hatten, dass es das Schlimmste ist. Doch jetzt im Nachhinein kann ich den echt wenigen Menschen, die mir sagten, dass es das Geilste ist, was es gibt zu 100% zustimmen und es ist absolut l├Ącherlich wieviel Angst ich davor hatte. 
Der kurze Flug an sich war relativ unspektakul├Ąr und wohl nicht weiter erw├Ąhnenswert, bis auf der Steward, der durch den Gang schwimmen wollte *lach* (kleiner Insider, davon wird es wohl noch mehr geben)
In Paris angekommen, galt unser erster Weg nat├╝rlich der Toilette, in der sich frisch gemacht wurde. Danach ging es ans Ticket besorgen und erstmal schauen wo wir hinmussten. Gekauft hatten wir uns alle ein Tagesticket, sehr empfehlenswert, im Wert von ca. 19 Euro und man konnte damit durch ganz Paris 24h lang fahren, egal ob Bus oder Bahn. Beigelegt bekamen wir eine kleine Stadtkarte mit den verschiedenen Linien der Busse und Bahnen. Dann wurde nat├╝rlich erstmal geschaut, wo ├╝berhaupt das „Stade de France“ war. Wir hatten es gefunden, nicht sehr weit weg von unserem Flughafen, und hatten dann beschlossen uns mit Andrej zu treffen, derjenige, der uns die Muse-Karten verkauft hat. 
Ich muss wohl dazu sagen, dass wir sehr fr├╝h in Paris angekommen sind und Einlass erst um 17 Uhr war. 
Eines steht auf jeden Fall fest, ohne Kati, die Gott sei Dank ein paar Brocken franz├Âsisch konnte, w├Ąren wir wohl aufgeschmissen gewesen. Denn auch wenn viele Franzosen englisch sprechen k├Ânnten, so wollen sie das wahrscheinlch nicht. Wir haben auch franz├Âsische Feuerwehrleute getroffen, die nur italienisch und spanisch gesprochen hatten… sehr interessant ^^
Um mich kurz zu fassen: Gesehen haben wir nicht gerade viel, unter anderem aber Notre Dame und zumindest die Spitze des f├╝r mich doch relativ unspektakul├Ąrem Eiffelturmes (ich denke bei Nacht s├Ąhe er wohl wesentlich eindrucksvoller aus). Auf der Suche nach einem McDonalds sind wir dann sp├Ąter durch die Stra├čen von Paris geirrt, und kurz nachdem wir dann beschlossen hatten, da wir McDonalds nicht finden konnten, Pizza essen zu gehen, trafen wir auf einen freundlichen Mann mit Kind und McDonaldst├╝te in der Hand. Man k├Ânnte ihn auch als unseren Lebensretter bezeichen *rofl*.
Kati, unsre Verst├Ąndigungsperson schlechthin, nat├╝rlich gleich nachgefragt, wo der McDonalds zu finden sei und dank Zeichensprache, da er wohl selbst kein franz├Âsisch oder englisch (ich habs nicht ganz mitbekommen) gesprochen hatte, fanden wir nach wenigen Minuten auch in diesem Moment unser pers├Ânliches Paradies. 
Vollgefressen wie wir waren, beschlossen wir, ca. gegen 14 Uhr uns auf den Weg ans Stade de France zu machen. Wir uns also gleich an der n├Ąchsten Station in den Zug gesetzt, der in diese Richtung fuhr. Bl├Âd war nur, dass dieser Zug nur die gr├Â├čeren Bahnh├Âfe angefahren hatte und wir glatt am Stadion vorbeigefahren sind und letztendlich wieder am Flughafen rauskamen. Nichts daraus gelernt, setzten wir uns in den n├Ąchsten Zug der wieder zur├╝ck fuhr, doch auch dieser hielt nicht an unserer Haltestelle. Zum Gl├╝ck aber eine danach. Nun ja, sinnlos erstmal bestimmt eineinhalb Stunden umhergefahren, fanden wir endlich die richtige Bahn. 
Von der Haltestelle aus war es noch ein ganzes St├╝ck zu laufen und keiner von uns wusste, wohin ├╝berhaupt. Kati meinte darauf, schade, dass nicht Nacht ist, sonst h├Ątten wir uns an den Sternen orientieren k├Ânnen und Elu sagte darauf unseren Spruch des Wochenendes: „Na klar, Bibel reloaded oder was?!“ Wir alle uns dar├╝ber kaputt gelacht, doch noch witziger war, dass Senta und Kati schonwieder ├╝ber was ganz anderes gelacht hatten, w├Ąhrend Elu und ich einfach nicht ├╝ber dieses „Bibel reloaded“ hinwegkamen.
Meine Schwester w├╝rde das als Situationskomik bezeichen, weshalb es wohl nur halb so witzig, wenn ├╝berhaupt, r├╝berkommt, wenn man das hier liest ­čÖé .
Nun ja, wir also erstmal in irgendeine Richtung gelaufen, bis vor uns ein M├Ądchen auftauchte, das wir von da an liebevoll „Das Muse-T-Shirt“ nannten. Also folgten wir diesem Muse-T-Shirt, denn das musste ja wissen wo es langgeht, die Farbe war auch noch so sch├Ân Signalrot, weshalb wir es nicht aus den Augen verlieren konnten. Unterwegs allerdings, hielt das Muse-T-Shirt an um sich an einem Geldautomaten einzureihen und wir nichts besseres gewusst, als stehen zu bleiben und uns dann irgendwo hinzusetzen, bis das Muse-Shirt weitergelaufen war. Zwischendrin wurden wir auch von einem Herrn angehalten, der uns nat├╝rlich auf Englisch fragte, was denn am Stade de France los sei und wir brav geantwortet, dass dort ein Konzert ist. Er fragte dann wer dort spielt und wir alle auf unsere Shirts gezeigt und „Muse“ gesagt, doch der gute Herr hatte anscheinend in diesem Moment nur Augen f├╝r Katis Ausschnitt *rofl*.
Endlich am Stadion angekommen, setzten wir uns in den Schatten (es war verdammt warm!) und warteten mehr oder weniger geduldig auf den Einlass.
Nachdem Elus Regenschirm kurzerhand entsorgt wurde („Schmei├č ihn weg Kati, der hat nur 2 Euro gekostet, also schei├č drauf!“^^), da dieser nicht mit reindurfte, waren wir endlich im Stadion. Schnell noch auf Toilette gegangen begaben wir uns dann auch schon in die Mitte des Stadions. Leider hatten wir nicht mehr so viel Gl├╝ck mit dem Platz, es waren einfach schon zu viele Leute da. 
Nach drei wirklich guten Vorbands begannen dann auch endlich Muse zu spielen. Ich muss erw├Ąhnen, dass die Franzosen wirklich endlos geil abgehen k├Ânnen. Noch bevor Muse angefangen hatten, haben die eine Party gemacht, das glaubt man nicht. Eine La Ola Welle nach der anderen und sie wurden einfach nicht m├╝de :).
Begonnen hat das Konzert mit „Uprising“ und Himmel Herr Gott war das einfach nur absolut genial. Die Massen gingen ab, ich glaub wir waren alle zusammen ein einziger H├╝pfball. Auch wenn wir nicht wirklich viel von Matt, Dom und Chris sehen konnten, so war das Konzert doch einfach nur spitzenklasse. Die B├╝hnenshow einfach nur total genial und als Exogenesis Part 1 begann, konnten wir sogar ein Ufo bestaunen, was pl├Âtzlich angeflogen kam und aus dem dann eine T├Ąnzerin (oder ein T├Ąnzer?^^) herauskam und dann dort am Ufo h├Ąngend herumschwebte und Figuren machte. Man kann es kaum beschreiben, man muss es einfach alles selbst erlebt haben. Ich glaube ein gro├če Highlight war f├╝r uns, als Unintended gespielt wurde. Und ich denke nahezu jeder hat dort im Stadion ein Handy oder ein Feuerzeug oder sonstige Lichtquellen herausgeholt und angeschaltet. Ein noch geileres Gef├╝hl war es, als es genau bei diesem Lied anfing zu regnen. G├Ąnsehaut pur sag ich nur, es hat so gut gepasst. Ich bekomme selbst jetzt noch G├Ąnsehaut davon.
Riesig gefreut habe ich mich, und vermutlich noch haufenweise andere, als mein pers├Ânlicher Liebling Knights of Cydonia gespielt wurde. Ich glaub ich h├Ątte sie alle get├Âtet, wenn sie es nicht gespielt h├Ątten *rofl*.
Alles in allem ist es einfach schwer zu beschreiben, was wir dort erlebt haben. Man muss es einfach selbst erleben. 
Oh fast h├Ątte ich es vergessen. Wir haben die drei M├Ąnner auch kurz zu Gesicht bekommen, n├Ąmlich bei „Undisclosed Desires“. Sie hatten dort ein tolles B├╝hnenst├╝ck, was nach oben gefahren ist und Matt, Dom und Chris f├╝r jeden im Stadion sichtbar wurden. Wie gesagt, einfach nur eine absolut geniale B├╝hnenshow. Fotos haben wir nat├╝rlich auch gemacht und sogar ein paar Videos, die ich auch noch irgendwo online stellen werde und hier die Links dazu posten werde. 
Nach dem Konzert, was einem einfach nicht mehr aus dem Sinn geht, tat uns nat├╝rlich alles weh. Besonders wohl die F├╝├če. Denn nach einem anstrengenden Tag in Paris und dann noch den ganzen Abend stehen im Stadion… wessen F├╝├če w├Ąren da noch heil geblieben?
Wir wollten so schnell wie m├Âglich an den Flughafen, es war glaube ich gegen 0 Uhr, und uns einfach nur ausruhen und auf unseren R├╝ckflug, der gegen 7 Uhr ging warten. Jedoch wurde aus diesem „so schnell wie m├Âglich“ nichts. Denn um diese Uhrzeit, wie wir jetzt wissen, fahren keine Z├╝ge mehr zum Flughafen. Irgendwann nach gef├╝hlten Stunden haben wir dann einen Nachtbus gefunden, der zum Flughafen fuhr, jedoch hat es angefangen zu regnen um nicht zu sagen, es hat gegossen wie aus K├╝beln. Wir sind alle klatschnass geworden, bis der Bus endlich kam. Und zu allem ├ťbel noch dazu, macht die Busfahrerin die Klimaanlage im Bus an, woraufhin wir nat├╝rlich gefroren haben, wie Sau. Und ich ├╝bertreibe gewiss nicht. 
Klatschnass und durchgefroren kamen wir also am Flughafen an. Wir also erstmal auf die Toilette gegangen und unsre Jacken getrocknet, mit diesen tollen Hei├čluftgebl├Ąsen die eigentlich zum H├Ąndetrocknen gedacht sind. Gott sei dank hatten wir alle vier ein Wechsel-Shirt dabei sodass wir zumindest sofort in etwas trockenes schl├╝pfen konnten und so wohl einer Erk├Ąltung (ich hoffe es doch f├╝r uns alle vier) entkommen sind. Dann haben wir uns einen netten Platz gesucht und es ist echt witzig in welchen ulkigen Positionen der Mensch schlafen kann, wenn er v├Âllig ausgepowert und ├╝berm├╝det ist. 
Vom R├╝ckflug haben wir glaube ich alle kaum etwas mitbekommen, zumindest Elu und ich (sie sa├č direkt neben mir, von daher kann ich es so genau sagen) sind fast direkt nach dem hinsetzen und anschnallen und noch vor den Sicherheitshinweisen des Stewards eingeschlafen. Ich bin dann nur aufgewacht, als das Flugzeug auf dem Rollfeld war und gestartet ist. Das erste was ich danach wieder mitbekommen habe, war das Aufsetzen auf dem Boden ­čÖé
Ein absolut geniales Erlebnis nahm damit also sein Ende.  Auch nach der eher unsch├Ânen Nacht in Paris, in der unser aller Nerven einfach nur am Ende waren und wir so auch die Schattenseiten von Paris mitbekommen haben, bereut wohl niemand von uns auch nur eine einzige Sekunde dieses 24 Stunden Erlebnisses. Doch wer glaubt, dass wir uns dann, sobald wir wieder bei Elu waren, ins Bett geschmissen haben, der irrt sich. Nach der wirklich n├Âtigen Dusche waren wir wieder halbwegs fit und konnten die kleine Party am Abend vorbereiten. Erst sp├Ąter haben wir uns alle f├╝r 3 Stunden hingelegt, Senta sogar nur 2 Stunden. Am Abend haben wir n├Ąmlich von Elus Freund Tom den Geburtstag nachgefeiert und auch wenn ich diesen hier noch beschreiben wollte, so lass ich das lieber, der Post ist schon lang genug. Aber eines m├Âchte ich von dieser kleinen Party noch erw├Ąhnen. N├Ąmlich die reizende Knurr-Ameise, deren Paarungsruf sich wie ein R├╝lpser anh├Ârt. Und diese Ameise, auch Kati genannt, fragte uns nach dieser Vorstellung doch noch ernsthaft warum wir alle lachen…. Ja, ja der Mensch mit Schlafentzug ist schon zu echt witzigen Sachen f├Ąhig ­čÖé


Also, das war mein kleiner Bericht und ich hoffe, man bekommt zumindest einen kleinen Eindruck davon, was wir erlebt haben und wie atemberaubend dieses Erlebnis war. 
Mein Fazit ist: Nie wieder Paris ohne ├ťbernachtung aber immer wieder ein Muse-Konzert. Und am Liebsten w├Ąre ich am Sonntag mit dem Flugzeug von Elu nach Hause geflogen und nicht mit dem Zug gefahren :))
Frage zum Abschluss? Gibt es eine Flugsucht? Ich glaub ich w├Ąre ein guter Kandidat daf├╝r… I love it! 


Liebe Gr├╝├če von der immernoch ├╝berw├Ąltigten

Midna



 


  

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