[Rezension] Über den grünen Klee geküsst – Jana Seidel

Klappentext:
Louisa Wolff wurde gerade schwer das Herz gebrochen, und um auf andere Gedanken zu kommen, fliegt sie zu ihrem Vater nach Irland. Schließlich lässt es sich in einem gemütlichen Cottage vor einem Knisternden Kaminfeuer viel schöner vorstellen, wie der Exfreund vom Bus überfahren wird. Doch für Racheszenarien bleibt Louisa kaum Zeit: denn, es gilt das Landschloss ihrer neuen Nachbarn vor dem Ruin zu bewahren, das Geheimnis um einen alten Liebesbrief zu lüften und vor allem herauszufinden, ob der unwiderstehliche Colin tatsächlich so schlecht ist, wie sein Ruf …

Ich habe mir das Buch hauptsächlich gekauft, weil es in Irland spielt. Leider bekommt man von der Insel nicht allzu viel mit, denn die Geschichte dreht sich ja um Louisa und Colin. Oder Doch eher um die Rettung des alten Schlosses und seiner kuriosen Bewohner?! Was ich damit sagen will ist, dass ich schon ein wenig enttäuscht von der ganzen Story war. Es scheint ja nicht ungewöhnlich zu sein, dass bei solchen „kurzen“ (286 S.) Geschichten die Charaktere eher oberflä chlich zu sein scheinen, aber hier merkt man es besonders deutlich. Ich für meinen Teil konnte weder zu Louisa, noch zu einem der anderen Charaktere, irgendeine Beziehung aufbauen. Die Handlung scheint sich auch eher chaotisch zu gestalten, als einem roten Faden zu folgen. Dieser Faden hier ist sicher rosa. Wo auf der einen Seite noch um den Exfreund getrauert wird, wird auf der anderen Seite direkt das Interesse an einem neuen Typen geweckt. Zeitgleich versucht Louisa mit ihren Freunden, die eben spontan einen Urlaub in Irland machen konnten, das Schloss vor dem Ruin zu retten. Der zweite Grund (neben ihrer Trennung), weswegen Louisa nach Irland kam wird immer mal wieder im Laufe der Geschichte aufgegriffen, was ich persönlich schade finde, denn das war eine gute Idee für eine Story. Ein alter Liebesbrief, dessen Lösung sich auf der grünen Insel befindet. Zu guter Letzt wird das Rätsel dieses Briefes auf einer der letzten Seiten grob zusammen gefasst.

Alles in allem hätte dieses Buch mit ein bisschen mehr Mühe ein echter Knüller werden können. Schade. Ich hatte beim Lesen stellenweise das Gefühl, dass die Autorin keine Lust hatte zum Schreiben und deswegen bekommt dieses Buch auch absolut keine Empfehlung von mir.

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