[Rezension] Freizeichen – Ildikó von Kürthy

Endlich habe ich genau das Problem, das ich immer haben wollte. 

Von Kürthy hat hier eine leichte und kurzweilige Lektüre geschaffen, von der ich sehr begeistert war.
Man begleitet ihre Protagonistin Annabel auf einer Reise, welche sie aus Langweile gepaart mit Abenteuerlust antritt. Spontan reist sie zu ihrer Tante nach Mallorca und denkt darüber nach den Mann zu verlassen, mit dem sie seit Jahren schon zusammen ist. Annabel verliebt sich auf der Insel, doch dann lernt sie eine Frau kennen, die alles verändert.

>>Manchmal säuselt der Wind in den Palmen. als würde ein Liebhaber heiser meinen Namen hauchen. Häh? Als würde ein Liebhaber heißer meinen Namen hauchen? Geht’s noch? Spinn ich, oder was?<<

Ziemlich früh durfte ich feststellen, dass dieses Buch nicht einfach nur ein Frauenroman ist, sondern auch noch mit einer riesigen Portion Humor und ein wenig Selbstkritik versehen. Man bekommt in keinem Fall das Gefühl, dass die Protagonistin unecht oder abgehoben wirkt. Auch habe ich Einsichten gewonnen, die einem das Leben durchaus erleichtern können:

>>Menschen gehen nicht fremd, weil sie zu Hause schlechten Sex haben. Da ist ein Grund sich zu trennen. Menschen gehen fremd, weil sie zu Hause guten Sex haben. Nur leider immer den gleichen.<<

Die Nüchternheit mit der Kürthy schreibt, hat mich letzten Endes von diesem Roman überzeugt, da ich sonst nicht der Typ Mensch bin, der Frauenromane liest.

>>Neben ihm würde man sich trauen, in die Jahreshauptversammlung von Bodybuildern zu rufen: „Habt ihr wirklich alle erdnussgroße Penisse?“<<

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